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Zweiter Transparenz-Index für Produktinformationsblätter Selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen

Das Institut für Transparenz (ITA) hat zum zweiten Mal die Produktinformationsblätter (PIBs) Selbstständiger Berufsunfähigkeits-Versicherungen (SBU) unter die Lupe genommen. Insgesamt hat das ITA 93 PIBs von 48 Anbietern untersucht. Im Vergleich zu 2013 haben sich wenige Anbieter verbessert und die Ergebnisse sind insgesamt etwas besser geworden. Dennoch lässt die Transparenz der PIBs weiterhin zu wünschen übrig.

65 Anbieter hat das ITA kontaktiert, davon bieten 16 keine SBU mehr an und einer hat das Neugeschäft eingestellt. Sechs Anbieter haben keine PIBs zur Verfügung gestellt (Gothaer Leben, Lebensversicherung von 1871, neue leben, SV SparkassenVersicherung, VGH Versicherungen und WWK Leben). Deren PIBs hat ITA selbst recherchiert. Die Ergebnisse haben sich etwas verbessert. Nur noch drei Prozent aller PIBs haben den Test nicht bestanden. Das sind deutlich weniger als 2013 (13 Prozent). Einige Anbieter haben Ihre PIBs komplett überarbeitet und konnten jetzt die Note sehr gut erreichen (Basler Leben, HDI Leben, myLife Leben und Zurich Deutscher Herold Leben). Insgesamt haben 47 Prozent mit sehr gut oder gut abgeschnitten gegenüber 40 Prozent in 2013. „So erfreulich es ist, dass einige wenige Anbieter ihre PIBs verbessert haben, so traurig ist es, dass die breite Masse das Thema offenbar nicht ernst nimmt“, resümiert Dr. Mark Ortmann, Geschäftsführer des ITA Institut für Transparenz.

Unsere Untersuchung belegt zum wiederholten Mal, dass Transparenz nicht gelebt wird

Die meisten Mängel zeigen sich bei der Übersichtlichkeit und Verständlichkeit. So weisen nur knapp sechs Prozent aller PIBs eine gut lesbare Schriftgröße von 11 Pt. auf. Über 80 Prozent aller PIBs enthalten keine Schlagwörter. Schlagwörter erleichtern dem Leser, sich im PIB zurechtzufinden. Ebenfalls bei über 80 Prozent aller PIBs sind die Kostenangaben nicht auf den ersten Blick erkennbar. 85 beziehungsweise 87 Prozent aller PIBs enthalten zu viele lange Sätze und lange Wörter. „Diese Ergebnisse müssten nicht so sein“, meint Ortmann. „Man kann die PIBs mit geringem Aufwand so überarbeiten, dass sie für Kunden leicht verständlich sind“, so Ortmann weiter.

Vielleicht wollen einige Anbieter auch gar nicht transparent werden

Die vollständigen Ergebnisse zu allen PIBs veröffentlicht das ITA in der Studie „ITA Transparenz-Index 2014 für Selbstständige Berufsunfähigkeit-Versicherungen“. Neben den Darstellungen der Kriterien zu allen PIBs enthält die Studie Auswertungen zu den Kriterien.

Transparenz-Index Produktinformationsblätter Selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen

November 2014

990,00 Euro inkl. MwSt.